Schriften, Font,
Typographie und Ihr Einsatz

Serife oder Sans Serife - also mit oder ohne Serifen – aber was sind das?
Hier die ersten Beispiele:

Times New Roman à mit Serifen

Arial à ohne Serifen

Wir kennen den typischen Einsatz von Schriften mit Serifen, unsere Tageszeitung. Durch die Serifen hat das Auge einen Halt und kann die Schriftlinie halten und folgen. Es erleichtert das Lesen von langen Texten. Hierzu kannst du auch deinen Ebook-Reader einmal vergleichen wie es dir am besten liegt Texte ohne Bilder zu lesen und aufzunehmen.

Im Internet dagegen werden die Sans Serife (ohne Serifen) Schriften verwendet. Am Monitor liest sich das in kurzen Texten mit Schlagworten und Bilder deutlich besser. Früher gab es eine geringe Schriftauswahl im Internet. Aktuell werden es immer mehr, auch mit den Google Fonts die man individuell auf seiner Homepage einsetzen kann.

Aber es gibt ein paar Anhaltspunkte, die sollte man bei der Schriftauswahl bedenken:

Lass uns mit der Überschrift – der Headline – beginnen

  • Geradlinige Schrift für kreative Produkte? Wohl eher nicht
  • Verspielt und verschnörkelt für wichtige Aussagen? Kaum lesbar und lenkt vom Inhalt ab
  • Dicke, fette Buchstaben über die Seite? Der Leser ist erschlagen und abgeschreckt zu reagieren
  • Klein und zierlich für klare Aussagen? - Unglaubwürdig 

Inhalte - was soll gelesen werden

  • Zu kleine Schrift – schwer lesbar, Textnachricht geht verloren
  • Verspielte Schrift mit Schnörkel – das Auge hat keinen Anhaltspunkt
  • Zu große Schrift – lesbar aber der Leser fühlt sich unwohl
  • Zu viele verschiedene Schriften? – keine klare Aussage, das Auge hat keinen Anhaltspunkt, man sieht keine Linie

 

An was kannst du dich also halten wenn du dir eine Schrift/Font aussuchst:

  • verwende so wenig wie möglich unterschiedliche Schriften (zwei bis maximal drei Schriften)
  • achte auf die Lesbarkeit
  • überlege dir genau in welchem Medium deine Schriften verwendet werden (Magazin, Visitenkarte, Internet, Bürozubehör, Werbung)
  • hast du für deine Schriften eine Lizenz um diese in den unterschiedlichen Medien einzusetzen? Zum Thema Lizenzen gibt es hier noch einen interessanten Link für Bildlizenzen

 


Schriften und ihre Lizenzen

Was eine Schriftlizenz überhaupt ist. 

Eine Lizenz ist ein Nutzungsvertrag den man mit dem Hersteller, dem Shop oder dem Ersteller direkt abschließt.  Im Umkehrschluss hat man nun das Recht die Schrift zu benützten aber sie ist kein Eigentum und darf somit folglich auch nicht weiterverkauft werden.  Der Vertrag wird zwischen dem Schriftanbieter (Lizenzgeber) und dem Schriftanwender (Lizenznehmer) abgeschlossen und gilt meist für eine Einzelplatzlizenz (nur ein Rechner, ansonsten benötigt man mehrere Lizenzen). Wichtig ist auch im Nutzungsvertrag nachzulesen für welchen Zweck die Lizenz steht. Nicht alle Schriften können kommerziell genützt werden sowie einige Schrift nur für den privaten Gebrauch verwendet werden. In diesem Fall darf die Schrift auch auf keine sogenannten Schriftenserver installiert werden. Die Schriften dürfen auch nicht an Druckereien oder Werbehersteller weitergegeben werden. So heißt es im Gesetz, man geht aber von einem Gebrauch zur Produktion aus und der Werbehersteller muss sicherstellen, dass die Schrift nach Gebrauch gelöscht und nicht archiviert wird. Bedeutet für den Kunden auch, die Schrift muss neu geliefert werden pro Auftrag. Seitdem man nun auf die Produktion mit PDF umgestiegen ist, besteht dieses Problem nur noch selten aber auch in PDF gibt es Schriftenlizenz. Es gibt auch Schriften die nur für den Screen / Monitor erstellt wurden, diese können nicht „gedruckt“ werden und dürfen nicht weitergegen werden, somit auch nicht in ein PDF eingebunden werden. Hier hilft nur die Konvertierung des Schriftzuges in einen Pfad. Dieser Pfad ist somit nicht mehr veränderbar! In diesem Sinn auch keine Schrift mehr.

Eine Schriftlizenz ist somit nur eine Kopie des Originals. Vergleichbar mit einer Fotolizenz, dort liegen die Urheberrechte auch immer beim Fotograf. Zum Thema Bildlizenzen geht es hier lang.

Wenn man es noch genauer formulieren möchte, sind Schriftlizenzen nichts anderes als Nutzungsverträge für eine Software, denn heutige Schriften werden meist digital erstellt und genutzt. Deshalb verkauft man nicht die ganze Software, sondern nur das Nutzungsrecht daran, welches bei Schriften durch eine EULA (End User License Agreement) geregelt wird. In einer EULA werden alle Nutzungsbedingungen aufgezählt, die für die Anwendung und den Gebrauch der Schrift wichtig sind. Die Nutzungsvereinbarung sollte man übrigens immer genau lesen! 

Nun hast du viel gelesen, wo aber findest du Schriften für Dich für deine Marke?


Hier noch ein paar nützliche Links:

FontSquirrel: kostenlose Schriftdatenbank mit Vorschau

hauptsächlich kommerzielle Nutzung, aber bitte bei jeder Schrift die Lizenz prüfen und abspeichern.

dafont: kostenlose Schriftdatenbank hauptsächlich private Nutzung

Die Schriften sind meistens für den privaten Gebrauch freigegeben.
Erweiterte Lizenzen müssen bezahlt werden

1001fonts: gemischte Plattform, meiste Schriften sind nur für den privaten Gebrauch 

Lizenz-Eintrag genau lesen und mit der Schrift abspeichern.


Kostenpflichtige Plattform mit schöne Set-Angeboten, myFonts selten kostenlose Fonts, dafür eine tolle Auswahl an ausgefallenen Schriften und Schrift-Sets. Mit Schnörkel und alles was man sich vorstellen kann.


Ich übernehme keine Verantwortung für die angegebenen Links. Alle wurden vorab geprüft. Nicht alle Veränderungen werden festgestellt. Sollte etwas mit den Links nicht stimmen, dann gib mir bitte direkt Bescheid, dann kann ich das Problem lösen. 
Vielen Dank

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